Kreativität, Ausdauer und Stolz
Projektausstellung der 3. Oberstufe im Forum Ried
Landquart. Am Dienstag, 3. Juni, präsentierten die Schülerinnen und Schüler der 3. Oberstufe ihre Projektarbeiten im Forum Ried in Landquart. Zahlreiche Eltern, Angehörige und Gäste nutzten die Gelegenheit, die vielfältigen Arbeiten zu besichtigen und mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen.
Eine Vielfalt von Ausstellungsobjekten
Eröffnet wurde die Ausstellung durch Schulleiterin Sarah Cappellin in der Eingangshalle des Forums. Anschliessend konnten die Besucherinnen und Besucher die unterschiedlichsten Projekte entdecken – von handwerklichen Arbeiten über kreative Produkte bis hin zu technischen und digitalen Entwicklungen.
Die Projektarbeiten seien das Ergebnis mehrmonatiger Planung, Recherche und Umsetzung. Dabei hätten die Jugendlichen nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch Selbstständigkeit, Durchhaltevermögen und Organisationstalent unter Beweis gestellt.
Herausforderungen auf dem Weg
Für die Lehrpersonen bestand eine zentrale Aufgabe darin, die Schülerinnen und Schüler so vorzubereiten, dass sie ihre Projekte möglichst selbstständig umsetzen konnten. Oberstufenlehrerin Karin Fischli erklärte, die Jugendlichen müssten zunächst ein Thema finden, das sie wirklich motiviere und über mehrere Monate hinweg trage. Gleichzeitig sei es wichtig, dass sie lernten, Verantwortung für ihren eigenen Arbeitsprozess zu übernehmen.
Auch Oberstufenlehrer Sebastian Pfund betonte, dass der Schritt von einer ersten Idee zu einem konkreten Projektplan für viele Jugendliche anspruchsvoll sei. Besonders die Dokumentation stelle oftmals eine grosse Herausforderung dar. Dabei gelte es, die Schülerinnen und Schüler zu unterstützen, ohne ihnen die Arbeit abzunehmen.
Persönliche Erfolge
In den Gesprächen mit den Jugendlichen wurde deutlich, wie unterschiedlich die Herausforderungen waren. Annalea Melillo aus der Klasse 3Sa berichtete, die grösste Schwierigkeit sei gewesen, ein Thema zu finden, an dem sie langfristig Freude habe und konsequent dranbleiben könne. Ihr Highlight sei das fertige Ergebnis gewesen: «Dann sieht man, wofür man die ganze Arbeit investiert hat.»
Ähnlich äusserte sich Ayana Walser aus der 3Sb. Für sie seien Planung und Umsetzung die grössten Herausforderungen gewesen. Nach fünf Monaten Arbeit bereite ihr vor allem das fertige Endprodukt grosse Freude.
Luca Altavilla aus der 3Sb stellte einen selbstgebauten Tisch aus. Besonders anspruchsvoll seien die präzisen Masse und die millimetergenaue Arbeit gewesen. Stolz zeigte er sich darüber, dass der Tisch am Ende genau wie geplant funktionierte. «Ich bin zufrieden», sagte er.
Lernen für die Zukunft
Auch digitale Projekte waren vertreten. Elsaied Sobhy aus der 3Rc entwickelte selbstständig eine App mit vier Funktionen. Er berichtete, dass ihn insbesondere die Fehlersuche beim Programmieren gefordert habe. Gleichzeitig habe ihm das Projekt geholfen, sich mit seiner beruflichen Zukunft auseinanderzusetzen.
Ana Markovic aus der 3Sb erzählte, dass sie während des Projekts zeitweise unter Druck gestanden habe. Dank der Unterstützung ihrer Lehrpersonen und ihrer Familie habe sie Schwierigkeiten überwinden können. Ihr persönlicher Höhepunkt sei die Veröffentlichung ihres eigenen Buches gewesen.
Stolz auf die Ergebnisse
Für die Lehrpersonen war die Ausstellung der Abschluss eines langen Prozesses. Sebastian Pfund erklärte, es sei besonders schön zu beobachten, wie aus ersten Ideen Schritt für Schritt konkrete Projekte entstünden. Gerade Schülerinnen und Schüler, die sich im regulären Unterricht manchmal schwertäten, könnten in einer Projektarbeit oft ihre Stärken zeigen.
Auch Karin Fischli zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und Qualität der Arbeiten. Besonders freue sie, wenn die Freude und der Stolz der Jugendlichen sichtbar würden. Genau dies war an der Ausstellung im Forum Ried deutlich spürbar: Hinter jedem Projekt standen viele Stunden Arbeit, kreative Ideen und ein grosses persönliches Engagement.
Christian Cahannes
Zurück














