Ein Ring, tausend Lügen – und am Ende siegt die Wahrheit
Ein verlorener Ring, unzählige Lügen und eine Gerichtsverhandlung mit überraschendem Ausgang: Mit ihrem selbst geschriebenen Theaterstück «1 Ring – 1000 Lügen» begeisterten die Schülerinnen und Schüler der dritten Oberstufe der Oberstufe Ried das Publikum im Forum Landquart. Unter der engagierten Leitung der Projektleiterinnen Karin Mathis und Catrina Pini entstand während der Projektwoche eine unterhaltsame Kriminalgeschichte voller Spannung, Witz und überraschender Wendungen. Während der Suche nach dem verschwundenen Ring kamen gefühlt tausend Lügen ans Licht, bis der Fall schliesslich vor Gericht aufgeklärt und der Ring seiner rechtmässigen Besitzerin zurückgegeben werden konnte.
Vom ersten Gedanken zur Bühne
Bis das Theaterstück seine endgültige Form fand, vergingen viele Monate. Louana erzählt, dass sich die Klasse zunächst mit Theaterübungen und Spielen auf das Schauspiel vorbereitete, bevor ab Januar intensiv an den Figuren und der Geschichte gearbeitet wurde. Gemeinsam wurden Ideen gesammelt, diskutiert und Schritt für Schritt zu einem Drehbuch weiterentwickelt. «So ist dann unsere Geschichte entstanden», fasst sie den kreativen Prozess zusammen.
Zusammenhalt trotz Zeitdruck
Die intensive Schlussphase verlangte der Klasse einiges ab. Louana erinnert sich, dass die zusätzlichen Probezeiten sehr geholfen hätten, um konzentriert am Theater weiterzuarbeiten. «Wir konnten gut und intensiv am Theater arbeiten», sagt sie rückblickend.
Auch Selina beschreibt die letzten Wochen als anspruchsvoll. Das selbst geschriebene Drehbuch, die Kulissenarbeiten und die kurzen Bühnenproben im Forum hätten viel Organisation verlangt. Besonders die Übergaben der Mikrofone seien teilweise hektisch gewesen. Trotzdem überwiegt für sie das Positive: «Es war eine coole Erfahrung.»
Saïna ergänzt, dass vor allem das Schreiben eines Theaterstücks für eine ganze Klasse eine grosse Herausforderung gewesen sei. Gleichzeitig sollte die Geschichte auch das Publikum unterhalten. Der Zeitdruck, das Auswendiglernen der Texte und die begrenzte Anzahl Mikrofone hätten die Proben zusätzlich erschwert.
Gemeinsam gewachsen
Trotz aller Herausforderungen blicken die Schülerinnen mit Stolz auf das Projekt zurück. Nerea erzählt, dass die Klasse während des Theaterprojekts enger zusammengewachsen sei. Alle hätten viel gelernt und das Spielen auf der Bühne genossen. Ihr Fazit fällt eindeutig aus: «Wir würden es wieder machen.»
Auch Shyleen hebt den starken Zusammenhalt hervor. Obwohl die Gruppe neu zusammengestellt worden sei und viele erstmals Theater gespielt hätten, sei am Ende eine gelungene Aufführung entstanden. «Es war wirklich eine tolle Erfahrung», sagt sie.
Stolz auf die Entwicklung
Projektleiterin Karin Mathis erklärt, das Theaterprojekt sei von Herausforderungen, aber auch von vielen wertvollen Momenten geprägt gewesen. Es habe lange gedauert, bis das Drehbuch gestanden habe, und kurz vor der Aufführung hätten Unterrichtsausfälle den Zeitdruck zusätzlich erhöht. Besonders beeindruckt habe sie jedoch, wie die Schülerinnen und Schüler während der beiden Bühnentage über sich hinausgewachsen seien. Aus einer zunächst noch unsicheren Bühnenprobe habe sich innert kurzer Zeit eine überzeugende Aufführung entwickelt. Die Gruppe habe kreativ zusammengearbeitet, Ideen weiterentwickelt und flexibel auf neue Situationen reagiert. Gleichzeitig habe das Projekt gezeigt, dass neben dem eigentlichen Schauspiel auch organisatorische Abläufe wie Kulissenwechsel oder Mikrofonübergaben sorgfältig geübt werden müssten. Insgesamt überwiege für sie das Positive deutlich. Sie sei sehr stolz darauf gewesen, wie engagiert die Schülerinnen und Schüler die Herausforderungen gemeinsam gemeistert hätten.
Langer Applaus als schönster Lohn
Die Aufführung zeigte eindrücklich, was entstehen kann, wenn Kreativität, Ausdauer und Teamarbeit zusammenkommen. Das Publikum verfolgte die Geschichte rund um den verschwundenen Ring mit grosser Aufmerksamkeit und belohnte die Schülerinnen und Schüler am Ende mit langanhaltendem Applaus – ein gelungener Abschluss eines aussergewöhnlichen Theaterprojekts.
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