Besuch im Bundeshaus

Das wohl wichtigste Gebäude der Schweiz steht in Bern: das Bundeshaus. Hier werden zentrale politische Entscheidungen gefällt, hier tagt das Parlament, und hier ist das vielfältige politische System unseres Landes besonders gut sichtbar. Normalerweise kennt man das Bundeshaus vor allem aus Zeitungsartikeln oder aus dem Fernsehen. Für unsere Klasse wurde es nun zum Ziel einer spannenden Reise.
Bereits um halb sieben trafen wir uns am Bahnhof Landquart. Die Zugfahrt nach Bern verlief reibungslos, nicht zuletzt dank unseres reservierten Abteils. In Bern angekommen, gingen wir schnurstracks zum Bundeshaus. Dort mussten wir zunächst durch eine Sicherheitskontrolle, die an einen Flughafen erinnerte. Nachdem wir diese ohne Zwischenfälle hinter uns gebracht hatten, betraten wir das Innere des eindrücklichen Gebäudes.
Kurz darauf traf unser Begleiter für den Tag ein: der Bündner Nationalrat Roman Hug. Zu Beginn führte er uns in die Kuppelhalle, eines der Prunkstücke des Bundeshauses. Dort befindet sich die Skulpturengruppe «Die drei Eidgenossen». Ebenfalls beeindruckend ist die
Föderalismuskuppel, eine grosse Buntglaskuppel, in der die Wappen der Kantone abgebildet sind. Das Wappen des Kantons Jura ist separat an einer Wand angebracht, da der Jura erst später zur Eidgenossenschaft stiess.
Roman Hug zeigte uns viele interessante Orte, unter anderem den Nationalratssaal. Dort erklärte er uns, wo sein eigener Sitzplatz ist und welche Funktionen die Plätze in der Mitte des Halbkreises haben. Ausserdem erzählte er von einem speziellen Mechanismus, der bei Abstimmungen im Saal verwendet wird. Während der ganzen Führung stellten wir ihm Fragen, die wir im Unterricht gemeinsam mit unserem Lehrer vorbereitet hatten. Ziel war es, einen möglichst guten Einblick in den Alltag eines Politikers zu erhalten.
Zum Abschluss der spannenden Führung durften wir sogar in den dritten Stock des Bundeshauses. Dieser Bereich ist normalerweise für Besucherinnen und Besucher nicht zugänglich. Weil an diesem Tag im Bundeshaus jedoch nicht sehr viel los war, erlaubte uns Roman Hug einen kurzen Blick in diesen «verbotenen» Stock. Dort befinden sich vor allem
Konferenzräume und Büros. In einem der Konferenzräume führte eine Wendeltreppe zu einem kleinen Aussichtspunkt. Von dort aus hat man angeblich einen der schönsten Ausblicke über Bern.
Nach der Besichtigung des Bundeshauses besuchten wir die Albert-Einstein-Ausstellung im historischen Museum. Es war eindrücklich zu sehen, wie Einstein früher gelebt hat und dass er viele Jahre in der Schweiz lernte, arbeitete und wohnte. Wir erhielten eine Führung, was den Vorteil hatte, dass wir nicht alles selbst lesen mussten. Nach der Führung machten wir uns, müde nach einem ereignisreichen Tag, auf den Weg nach Hause.
Text: Oskar, Simon, Hawin, Ajla (2. Sekundarklasse Landquart)
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